Frauen bedroht und sexuell genötigt: Angeklagter gesteht

Frauen bedroht und sexuell genötigt: Angeklagter gesteht

Fünf Monate nach einem Überfall auf zwei junge Frauen in einer Einrichtung für betreutes Wohnen in Lichtenberg hat der Angeklagte vor dem Landgericht gestanden. Er sei für eine «abscheuliche Tat» verantwortlich, erklärte der 29-Jährige am Donnerstag (16. Juli 2020) zu Prozessbeginn.

Justitia-Statue

© dpa

Justitia-Statue.

Laut Anklage soll der vorbestrafte Mann gewaltsam in eine Wohnung eingedrungen sein. Er habe die beiden Bewohnerinnen mit einem Küchenmesser bedroht und sexuelle Handlungen erzwungen. Im Prozess wird nach einem Hinweis des Gerichts auch die Verhängung einer Sicherungsverwahrung geprüft. Der 29-Jährige erklärte weiter, er könne sich nur bruchstückhaft an das Geschehen erinnern. Er habe zuvor Rauschgift und Alkohol konsumiert. Die beiden Frauen habe er gekannt, weil er früher auch in dem Haus gewohnt habe und ihr Nachbar gewesen sei. Sein Drogenkonsum habe zu der Tat geführt.

Angeklagter wurde noch am Tattag festgenommen

Der Angeklagte soll am Morgen des 15. Februar 2020 die Tür zur Wohnung der Opfer eingetreten haben. Eine 24 Jahre alte Bewohnerin sagte als erste Zeugin, sie sei durch einen Knall aufgewacht. «Er stand mit einem großen Messer in der Tür.» Der 29-Jährige habe angekündigt, dass er «ein bisschen Spaß» haben wolle und sich ausgezogen. Unter Vorhalt des Messers habe er sexuelle Handlungen verlangt. Der 29-Jährige, der den Angaben zufolge unter anderem wegen Raubes und Körperverletzung vorbestraft ist, wurde noch am Tattag festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Der Prozess wird am 21. Juli fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 16. Juli 2020 14:24 Uhr

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