Polizeiakademie: Fünf rechtsextreme Vorfälle in vier Jahren aufgenommen

Polizeiakademie: Fünf rechtsextreme Vorfälle in vier Jahren aufgenommen

An der Ausbildungsstätte der Berliner Polizei hat es in den vergangenen Jahren fünf Vorfälle mit rechtsextremistischem oder fremdenfeindlichen Bezug gegeben.

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Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus hervor.
Dabei ging es um aufgemalte Symbole und Parolen an zwei Standorten der Polizeiakademie in Spandau sowie einmal um beleidigende Äußerungen. Die Täter müssen allerdings nicht in allen Fällen Polizeischüler gewesen sein, weil es dort neben der Ausbildung auch Fortbildungen gibt, wie der Senat schreibt.
Im September 2017 wurden demnach islamfeindliche Äußerungen auf Türen in einer Herrentoilette geschrieben. Im April 2018 fand man einen Aufkleber mit problematischem Aufdruck an dem zweiten Standort, wo die Fortbildungen stattfinden. Ein Jahr später malte dort jemand zwei Hakenkreuze an die Wand einer Toilette.
Im Februar 2020 kam es im Hauptstandort unter Polizei-Auszubildenden zu Beleidigungen, die «im Gesamtkontext rechtsmotiviert gewertet werden können». Im Juni ritzte dort ein bislang unbekannter Täter ein verfremdetes Hakenkreuz auf eine Tischplatte. Die Polizei leitete Ermittlungen ein und veröffentlichte den Vorfall.
An der Polizeiakademie beginnen im Frühjahr und Herbst jeweils etwa 600 junge Männer und Frauen ihre mehrjährige Ausbildung. Insgesamt werden dort ständig etwa 2500 Polizeischüler von rund 230 Lehrern unterrichtet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 7. Juli 2020 15:00 Uhr

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