Senatorin Kalayci: Bedarf an Hilfsangeboten für Frauen wegen Gewalt

Senatorin Kalayci: Bedarf an Hilfsangeboten für Frauen wegen Gewalt

Im Zuge zunehmender Lockerungen in der Corona-Krise suchen mehr Frauen Hilfe wegen häuslicher Gewalt.

Dilek Kalayci (SPD)

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Dilek Kalayci (SPD), Berliner Gesundheitssenatorin.

Am Anfang der Pandemie sei die Nachfrage nach Hilfsangeboten weniger stark gestiegen, auch während der monatelangen Einschränkungen, berichtete Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag (29. Juni 2020) im Gesundheitsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. «Aber jetzt, wo die Lockerung da ist, mit etwas Zeitverzug, sehen wir tatsächlich, dass mehr und mehr unser Hilfesystem (...) stärker in Anspruch genommen wird.» So sei die Zahl der Anrufe bei der sogenannten Big-Hotline, die Hilfe bei häuslicher Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder bietet, im Zeitraum 1. bis 21. Juni um 12 Prozent gestiegen.

Anmietung eines weiteren Stadthotels mit 145 Plätzen in Planung

Kalayci wies darauf hin, dass Berlin frühzeitig vorgesorgt habe und der Senat die Situation seit April «engmaschig» beobachte, um gegebenenfalls neu reagieren zu können. Aktuell seien die Kapazitäten in Frauenhäusern, Zufluchtswohnungen und anderen Schutzräumen zu 78 Prozent ausgelastet. Ein Hotel, in dem zusätzlich 100 Schutzplätze geschaffen worden seien, sei mit mehr als 80 Frauen und Kindern belegt. Geplant sei, ein weiteres Stadthotel anzumieten und dort 145 zusätzliche Plätze zur Verfügung zu stellen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 29. Juni 2020 12:55 Uhr

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