Prozess um illegale Waffen: Zwei Männer gestehen teilweise

Prozess um illegale Waffen: Zwei Männer gestehen teilweise

Weil sie illegal mit Waffen, Waffenteilen und Munition gehandelt haben sollen, stehen zwei Männer vor dem Berliner Landgericht.

Justitia-Statue

© dpa

Rund acht Monate nach ihrer Festnahme haben die 27 und 39 Jahre alten Männer am Mittwoch (22. April 2020) zu Prozessbeginn die Vorwürfe teilweise gestanden. Er habe Waffen für den Eigengebrauch bearbeitet, um selbst damit zu schießen, erklärte der 27-Jährige. Der 39-Jährige gab den Besitz mehrerer scharfer Schusswaffen zu. Einen gemeinsam geplanten Handel mit illegalen Waffen habe es jedoch nicht gegeben.
Laut Anklage sollen die beiden einschlägig vorbestraften Männer von Berlin aus im Internet beziehungsweise Darknet ab Ende 2018 zunächst Waffen und Zubehör erworben, diese dann bearbeitet oder umgebaut und weiterverkauft haben. Beide Angeklagten hätten über entsprechende Fertigkeiten in der Metallbearbeitung verfügt.
Dem 27-Jährigen wird zudem vorgeworfen, einige dieser Schusswaffen im Keller seiner Berliner Wohnung abgefeuert zu haben. Der 39-Jährige muss sich auch wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verantworten. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung sowie eines von ihm angemieteten Abstellraumes hatten Polizisten im August 2019 unter anderem Sturmgewehre, Maschinenpistolen, Pistolen, Revolver, diverse Waffenteile sowie über 8000 Patronen Munition verschiedenster Kaliber und Sorten sichergestellt. Für den Prozess sind zwei weitere Tage bis zum 29. April vorgesehen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 22. April 2020 14:14 Uhr

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