Nach Bombendrohung gegen Berliner Gericht Entwarnung

Nach Bombendrohung gegen Berliner Gericht Entwarnung

Nach einer Bombendrohung gegen das Berliner Landgericht ist nach kurzer Ungewissheit Entwarnung gegeben worden. Es sei alles wieder frei, sagte ein Justizmitarbeiter am Dienstagnachmittag. Die sofort informierte Polizei hatte die Drohung überprüft. Nähere Angaben lagen noch nicht vor.

Kriminalgericht Moabit

© dpa

Der Eingang des Kriminalgerichts Moabit.

Ein Teil des großen Komplexes war zuvor geräumt worden. Um 12.41 war nach Angaben einer Gerichtssprecherin ein Fax beim Gericht eingegangen, in dem gestanden habe, dass Sprengsätze vor dem Saal 220 deponiert worden seien. Das Fax habe mit «Heil Hitler» geendet, die Rede sei auch vom NSU 2.0, so die Sprecherin.
Die Drohung stand laut Gericht im direkten Zusammenhang mit dem Prozess gegen einen 32-Jährigen, der wegen bundesweit verschickter Drohmails gegen Politiker und Behörden angeklagt ist. Der Prozess wurde wenige Minuten nach dem Auftakt noch vor Verlesen der Anklage wegen der Drohung unterbrochen. Die Verhandlung sollte voraussichtlich am Nachmittag fortgesetzt werden.
Dem Angeklagten wird zur Last gelegt, in bundesweit verschickten Drohmails Sprengstoffanschläge und andere Tötungsdelikte angekündigt zu haben. Der Prozess war schon vorher vom Saal 220 in einen anderen Saal verlegt worden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 21. April 2020 15:07 Uhr

Weitere Polizeimeldungen