Verdacht: Prediger soll Fördergelder erschlichen haben

Verdacht: Prediger soll Fördergelder erschlichen haben

In Wedding ist die Wohnung eines mutmaßlich islamistischen Predigers wegen möglichen Subventionsbetrugs durchsucht worden.

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Der frühere Verantwortliche der As-Sahaba Moschee, die bereits vor der Corona-Krise geschlossen wurde, soll zusammen mit seiner Lebensgefährtin die derzeitige Krise ausgenutzt und sich 18 000 Euro Fördermittel von der Investitionsbank erschlichen haben, teilten Generalstaatsanwaltschaft und Polizei am 16. April 2020 mit.
Gegen den 46-Jährigen wurde bereits früher wegen Volksverhetzung ermittelt, wie ein Sprecher sagte. Der Verdacht habe sich aber nicht erhärten lassen. Die Moschee war laut Mitteilung durchgängig in Verfassungsschutzberichten als Islamistentreff genannt worden.
Ob mit dem Geld auch Vorhaben der islamistischen Szene umgesetzt werden sollten, werde in den Ermittlungen geprüft, hieß es. Durch den schnellen Zugriff konnten laut Angaben die Fördermittel aber komplett gesichert werden. Der Verdächtige soll falsche Angaben zu einer gewerblichen Tätigkeit gemacht haben, während er und seine Partnerin Sozialleistungen bezogen. Der Beschuldigte habe in der Vergangenheit ein Ladengeschäft in der Moschee betrieben, hieß es. Bei der Durchsuchung am Mittwoch wurden Bargeld und elektronische Geräte beschlagnahmt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 17. April 2020 08:03 Uhr

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