Tödliche Messerattacke gegen Partner: Angeklagter gesteht

Tödliche Messerattacke gegen Partner: Angeklagter gesteht

Vier Monate nach dem gewaltsamen Tod eines 30 Jahre alten Mannes in Spandau hat der mutmaßliche Täter vor dem Landgericht gestanden.

Kriminalgericht Moabit

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Er habe seinen Partner mit einem Küchenmesser erstochen, erklärte der 30-jährige Angeklagte zu Prozessbeginn am Montag (06. April 2020). Zu seiner Tat sei es gekommen, weil er sich ausgenutzt, schikaniert und ignoriert gefühlt habe. Die Staatsanwaltschaft geht von einem heimtückischen Mord aus. Das Opfer habe im Bett gelegen und sei völlig arg- und wehrlos gewesen.
Der Angeklagte, der die afghanische und deutsche Staatsbürgerschaft hat, wollte bei seinem aus dem Iran stammenden Freund übernachten, als es in der Nacht zum 2. Dezember 2019 zum tödlichen Angriff kam. Auslöser sei ein Streit gewesen, erklärte der Angeklagte weiter. Sein Partner habe sich im Schlaf gestört gefühlt. «Weil ich mehrfach zur Toilette musste, schimpfte er und sagte, die Beziehung sei zu Ende.» Aus Wut habe er ein Messer geholt. Nach dem ersten Stich sei es zu einer Rangelei gekommen, in der er mehrfach zugestochen habe. Die Tat sei aber nicht geplant gewesen. Er habe seinen Partner geliebt.
Die gleichaltrigen Männer kannten sich laut Ermittlungen seit Oktober 2018. Sein späterer Partner habe damals in Rheinland-Pfalz gelebt, erklärte der Angeklagte weiter. Er habe dem Freund geholfen, in Berlin eine Wohnung zu finden. «Ich habe alles für ihn getan und auch Schulden gemacht, um ihn zu unterstützen.» Sein Lebensgefährte aber habe ihn nach seinem Umzug betrogen und mehrfach auch geschlagen.
Kurz nach dem Verbrechen war der Angeklagte nach München gefahren und habe sich der Polizei gestellt. Seitdem befindet er sich in Haft. Der Prozess wird am 9. April fortgesetzt.
Das Blaulicht
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 6. April 2020 15:34 Uhr

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