Verdacht auf Korruption bei Stromversorger

Verdacht auf Korruption bei Stromversorger

Ein Prozess wegen Verdachts auf Korruption bei einem Stromversorger gegen drei Angeklagte ist verschoben worden. Die Verhandlung werde voraussichtlich am 4. März beginnen, teilte das Amtsgericht Berlin-Tiergarten mit. Zunächst sollte der Prozess um Bestechlichkeit und Bestechung am Montagnachmittag beginnen.

Amtsgericht Tiergarten

© dpa

Ein Hinweisschild mit der Aufschrift «Amtsgericht Tiergarten».

Zwei der 66- bis 69-Jährigen sollen als damalige Angestellte eines Stromversorgers unter anderem bei der Vergabe von Sanierungsaufträgen die Baufirma des dritten Angeklagten bevorzugt haben. Ermittlungen zufolge hätten sie dabei die firmeninternen Vergaberichtlinien missachtet und in der Zeit von Juni 2007 bis Juni 2010 Verträge über ein Gesamtvolumen von knapp 1,2 Millionen Euro abgeschlossen. Im Gegenzug soll das Bauunternehmen unentgeltlich Maßnahmen im Wert von insgesamt etwa 100 000 Euro an den jeweiligen Privathäusern der beiden Stromversorger-Mitarbeiter ausgeführt haben. Zudem soll Bargeld in Höhe von 111 000 Euro geflossen sein.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 24. Februar 2020 17:33 Uhr

Weitere Polizeimeldungen