Schülerin missbraucht: Ex-Schulsozialarbeiter verurteilt

Schülerin missbraucht: Ex-Schulsozialarbeiter verurteilt

Weil er als Sozialarbeiter an einer Berliner Schule ein damals 14 Jahre altes Mädchen missbraucht hatte, ist ein 39-Jähriger zu einem Jahr und zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.

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Justitia mit Sonne und Taube.

Das Amtsgericht Tiergarten sprach den Mann am 28. November 2019 des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen in 13 Fällen schuldig. Der Angeklagte hatte zuvor gestanden und erklärt, er habe «auf ganzer Linie versagt». Die Richterin sagte, im Strafmaß sei berücksichtigt worden, dass er mit seinen Angaben der Geschädigten eine Aussage im Prozess erspart habe.

Angeklagter ging von «gegenseitigen Einvernehmen» aus

Der gelernte Erzieher war als Mitarbeiter eines sozialen Trägers an einer Schule in Lichtenberg tätig, als es zwischen Februar und Dezember 2013 zu den Übergriffen kam. Er habe die damals 14-Jährige betreuen sollen, weil sie im Unterricht nicht reagiert und die Gefahr von Selbstverletzung bestanden habe, erklärte der Angeklagte. «Irgendwann kam es zu sexuellen Handlungen.» Damals sei er davon ausgegangen, «dass alles im gegenseitigen Einvernehmen geschieht». Er habe sich 2014 in einen anderen Bereich versetzen lassen und sei 2015 nach Norddeutschland gezogen.

Mädchen erstattete im Oktober 2016 Anzeige

Rund ein Jahr später sei die Wohnung des Mannes durchsucht worden, sagte die Anwältin der Geschädigten. Als der Arbeitgeber des 39-Jährigen von den Vorwürfen erfuhr, sei es zur fristlosen Kündigung gekommen. Für ihre Mandantin sei es «wie ein Sechser im Lotto, wenn sie nun nicht aussagen muss». Dem Urteil ging eine Verständigung aller Prozessbeteiligten voraus.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 29. November 2019 10:08 Uhr

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