Berlin bündelt Ermittlungen gegen rechtsextreme Straftäter

Berlin bündelt Ermittlungen gegen rechtsextreme Straftäter

Die Berliner Staatsanwaltschaft will mit einem neuen Konzept rechtsextreme Täter besser verfolgen. Wie beim islamistischen Terrorismus werde ein «Gefährdermanagement» aufgebaut, um die Berliner besser zu schützen, sagte Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) der «Berliner Morgenpost» (Sonntag). Dieses gehe täterorientiert vor, nicht deliktorientiert.

Dirk Behrendt (Grüne)

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Dirk Behrendt (Bündnis90/ Die Grünen), Senator für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung Berlins. Foto: Annette Riedl/Archivbild

«Das heißt, dass künftig bei rechtsextremen Tätern die Körperverletzung vom einen Tag und die Volksverhetzung vom nächsten Tag nicht mehr in getrennten Abteilungen verfolgt werden, sondern gebündelt in einer Abteilung laufen», erklärte der Senator. Die finale Abstimmung darüber mit der Polizei laufe.
«Wir wollen den Rechtsextremismus stärker bekämpfen», sicherte Behrendt zu. Es gebe auch in Berlin ausgeprägte rechtsextreme Strukturen. Zudem spreche bei der Brandanschlagsserie von Neukölln viel für eine rechtsextreme Motivation.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 8. September 2019 16:30 Uhr

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