Auge von Ehefrau verätzt: Angeklagter spricht von Versehen

Auge von Ehefrau verätzt: Angeklagter spricht von Versehen

Weil er seiner Ehefrau das linke Auge mit einer Säure verätzt hat, steht ein 39-Jähriger vor dem Landgericht Berlin.

Bronzestatue der Justitia

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Der 39-Jährige erklärte zu Prozessbeginn am Montag (19. August 2019), er habe nicht mit Absicht gehandelt. In einem Streit habe er eine Flasche gegriffen und Flüssigkeit verschüttet. Er sei davon ausgegangen, dass es sich um ein Reinigungsmittel gehandelt habe. Die Anklage geht dagegen davon aus, dass der Mann ein Tuch mit ätzender Säure getränkt und auf das Auge der Frau gedrückt habe. Die 35-Jährige sei seitdem nur noch in der Lage, Lichtscheinveränderungen wahrzunehmen.
Zu dem mutmaßlichen Angriff war es im März 2019 in der gemeinsamen Wohnung der Familie in Reinickendorf gekommen. Laut Anklage soll der Mann die Frau zunächst mit einem 30 Zentimeter langen Messer bedroht haben. «Als sie das Zimmer verlassen wollte, holte er eine Flasche aus seinem Rucksack, die mit einer ätzenden Säure gefüllt war.» Der Berufskraftfahrer habe Säure auf ein Handtuch geschüttet und seine Frau damit verletzt - «in der Absicht, dass sie erblindet».
Der dreifache Vater sagte, es sei nach einer Party zu einem Streit gekommen. Seine Frau habe ihm eine Affäre mit einem gemeinsamen Freund gestanden. «Ich war empört und hatte Eifersucht in mir.» Er habe nach der erstbesten Flasche gegriffen. «Ich wusste nicht, dass es eine Säure war», erklärte der aus der Ukraine stammende Angeklagte. Bis dahin habe es in ihrer 18-jährigen Ehe nie Gewalt gegeben. Der Prozess wegen schwerer Körperverletzung wird am 21. August fortgesetzt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 19. August 2019 14:48 Uhr

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