Serie von zwölf Raubtaten in Berlin: Angeklagter gesteht

Serie von zwölf Raubtaten in Berlin: Angeklagter gesteht

Nach einer Serie von zwölf Überfällen auf Passanten hat ein 25-Jähriger vor dem Berliner Landgericht gestanden.

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Er habe auf der Straße gelebt und mit Geld aus Straftaten seinen Drogenkonsum finanziert, erklärte der Angeklagte zu Prozessbeginn am Dienstag (30. Juli 2019). Mehrfach habe er mit einem Messer gedroht, um die Herausgabe von Bargeld und Handys zu erpressen. Der 25-Jährige erbeutete den Ermittlungen zufolge etwa 5600 Euro.
Die Serie begann laut Anklage Ende Oktober 2018. Der 25-Jährige habe seine Opfer am U-Bahnhof Neukölln, im Görlitzer Park sowie an anderen öffentlichen Orten angesprochen. Die mit einem Messer Bedrohten seien den Aufforderungen des Angeklagten aus Angst um ihr Leben gefolgt. Einige habe er gezwungen, Geld am Automaten abzuheben.
Der seit sechs Monaten inhaftierte Angeklagte sagte, er sei im Herbst von seiner Ehefrau aus der gemeinsamen Wohnung geworfen worden. Er sei «faktisch obdachlos» gewesen: «Zu meiner Eigensicherung hatte ich meistens ein Küchenmesser dabei.» Erst in Haft sei ihm bewusst geworden, dass er Angst und Schrecken verbreitet habe. Er bitte um Entschuldigung. Der Prozess wegen räuberischer Erpressung wird am 1. August fortgesetzt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 30. Juli 2019 15:44 Uhr

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