Akzeptanz für Schwule und Lesben: Fast 100 Maßnahmen geplant

Akzeptanz für Schwule und Lesben: Fast 100 Maßnahmen geplant

Mit knapp 100 Maßnahmen will Berlin Toleranz, Akzeptanz und Respekt für schwule, lesbische, bi-, trans- und intersexuelle Menschen (LSBTI) stärken. Die Initiative «Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt» ist am Mittwoch vorgestellt worden. «Berlin setzt ein weiteres, starkes Zeichen gegen Homo- und Transphobie und für die Wertschätzung der Vielfalt in unserer Gesellschaft», erklärte der Senator für Justiz und Antidiskriminierung, Dirk Behrendt (Grüne).

Berlins Justizsenator Dirk Behrendt

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Berlins Justizsenator Dirk Behrendt. Foto: Maurizio Gambarini/Archivbild

Der am Dienstag vom Senat beschlossene Plan sieht unter anderem vor, Arbeitgeber für die Belange der Community zu sensibilisieren. Weitere Beispiele sind Kampagnen landeseigener Unternehmen gegen LSBTI-Feindlichkeit, mehr Unterstützung für LSBTI-Geflüchtete und ein Programm zur Vorbeugung von Gewalt im öffentlichen Nahverkehr.
Berlin gelte zwar als Regenbogenstadt, heißt es im Katalog, gleichwohl setzten sich historische Tabus und Stereotypen «auch heute noch in Diskriminierungen, Ausgrenzungen oder gar Gewalt fort». Die Ansprechpartner bei der Polizei für das Thema, Anne Grießbach und Sebastian Stipp, sprachen im RBB von massiven Gewaltvorfällen und Gewaltausbrüchen gegen LSBTI in Berlin. Die Zahl der registrierten Taten sei um knapp ein Drittel von 2017 auf 2018 gestiegen, auf 225. Experten gehen davon aus, dass viele Taten nicht angezeigt werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 24. Juli 2019 13:20 Uhr

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