Waffen in Bus nach Schweden entdeckt: Zoll gibt Fehler zu

Waffen in Bus nach Schweden entdeckt: Zoll gibt Fehler zu

Einen Monat nach dem Fund mehrerer Waffen bei einem Fahrgast in einem Fernbus aus Serbien hat der Zoll Fehler eingeräumt. Gefunden wurden am 18. Mai bei einem Mann aus Schweden zwei Sturmgewehre, eine Pumpgun und eine Pistole. Bei der Beurteilung des Falls sei aber das mildere Waffengesetz angewendet worden statt des schärferen Kriegswaffenkontrollgesetzes, teilten Berliner Generalstaatsanwaltschaft und Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg am Montag gemeinsam mit. Daher sei der Verdächtige keinem Richter zum Erlass eines Haftbefehls vorgeführt, sondern noch in der Nacht wieder aus dem Gewahrsam entlassen worden.

Zoll-Logo

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Das Zoll-Logo ist auf einem Einsatzfahrzeug des Zolls zu sehen. Foto: Christophe Gateau/Archivbild

Der Zoll kündigte an, seine Leute «intensiv in diesem Bereich zu sensibilisieren». Es werde eine detaillierte Handlungsanweisung entwickelt, «um derartige fehlerhafte Vorgehensweisen zukünftig auszuschließen». Nach dem Vorfall hatte es zunächst Vorwürfe gegen die Staatsanwaltschaft gegeben. «Die Staatsanwaltschaft hat sofort eine zügige waffentechnische Untersuchung veranlasst, die die Bewertung als scharfe Schusswaffen bzw. Kriegswaffen bestätigt hat und wird zeitnah auch die Voraussetzungen für einen Haftbefehl prüfen», hieß es weiter.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 17. Juni 2019 17:50 Uhr

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