Handgranate in Bar geworfen: Haftstrafen für Cousins

Handgranate in Bar geworfen: Haftstrafen für Cousins

Sie warfen eine Handgranate in eine Bar, um sich für tödliche Schüsse auf ihren Verwandten, den Intensivtäter Nidal R., zu rächen: Sieben Monate nach dem Sprengstoffanschlag in Berlin-Kreuzberg sind zwei junge Männer zu Jugendstrafen verurteilt worden.

Justitia

© dpa

Vier Jahre Haft verhängte das Landgericht am Mittwoch (22. Mai 2019) gegen einen 20-Jährigen. Zwei Jahre und sechs Monate Haft erhielt ein 21-Jähriger. Nachdem der 21-Jährige ein Loch in die Fensterscheibe des Lokals geschlagen hatte, habe der 20-Jährige eine entsicherte Handgranate in die Bar geworfen, begründeten die Richter. Sie hätten mit der Tat im Oktober 2018 Rache nehmen wollen und sich über das Gesetz gestellt.

«Die Tat hatte erhebliches Gefährdungspotential für Menschen und Sachen»

Beide Angeklagte wurden der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie der Sachbeschädigung schuldig gesprochen, der 20-Jährige zudem des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sowie gegen das Waffengesetz. «Die Tat hatte erhebliches Gefährdungspotential für Menschen und Sachen», so das Gericht. In das Urteil gegen den 20-Jährigen wurden frühere Strafen einbezogen.

Angeklagte legten Geständnis ab

Die Angeklagten hatten gestanden und erklärten, nach der Tötung ihres Cousins Nidal R. «etwas tun» wollen. Der 36-Jährige, ein Intensivtäter aus einer arabischstämmigen Großfamilie, war im September 2018 von bislang unbekannten Tätern erschossen worden.
Das Blaulicht
© dpa

Kriminalität

Von Dieben, Brandstiftern & Co.: Aktuelle Polizeimeldungen und Nachrichten über Verbrechen und Prozesse in Berlin. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 22. Mai 2019 12:39 Uhr

Weitere Polizeimeldungen