Lebensgefährtin erstochen: Angeklagter ohne Erinnerung

Lebensgefährtin erstochen: Angeklagter ohne Erinnerung

Weil er seine 77 Jahre alte Lebensgefährtin in der gemeinsamen Wohnung in Spandau erstochen haben soll, steht ein 78-jähriger Mann vor dem Landgericht.

Richterhammer

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Der Rentner hat sich zu Beginn des Prozesses am Donnerstag (11. April 2019) auf fehlende Erinnerung berufen. Wie es zu den tödlichen Verletzungen kam, könne er nicht sagen, erklärte der Angeklagte. «Ich weiß nur noch, dass es am Abend Streit gab, weil sie mir Geld weggenommen hatte.» Die Anklage lautet auf Totschlag.

Tat geschah nach zwölf gemeinsamen Jahren

Der 78-Jährige soll seine Lebensgefährtin nach zwölf gemeinsamen Jahren in den frühen Morgenstunden des 12. November 2018 attackiert haben. Mehrfach habe er mit einem Küchenmesser auf die Geschädigte eingestochen, heißt es in der Anklage. Sie habe unter anderem Verletzungen am Hals und im Oberkörper erlitten. Die 77-Jährige starb kurze Zeit später noch am Tatort.

«Sie wollte mich ersticken.»

Der Angeklagte sagte, nach seiner Erinnerung habe die 77-Jährige an jenem Morgen mit einem Kissen in der Hand an seinem Bett gestanden. «Sie wollte mich ersticken.» Er habe sich weggedreht. «Was dann geschehen ist, weiß ich nicht.» In dem Streit am Abend zuvor sei es um Geld gegangen. «Sie hatte heimlich meine Ersparnisse aus meinem Bankschließfach geholt», sagte der frühere Feuerwehrmann.
Der Sohn des 78-Jährigen hatte nach einem Telefonat mit seinem Vater die Polizei alarmiert. Der Angeklagte, der auf einen Rollator und ein Sauerstoffgerät angewiesen ist, befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Der Prozess wird am 26. April fortgesetzt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 11. April 2019 14:09 Uhr

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