Verdacht auf sexuelle Gewalt: Kita suspendiert Mitarbeiter

Verdacht auf sexuelle Gewalt: Kita suspendiert Mitarbeiter

Eine Kita in Neukölln hat einen Mitarbeiter nach dem Verdacht auf sexualisierte Gewalt umgehend suspendiert.

Landeskriminalamt Berlin

© dpa

Die zuständige Stelle des Landeskriminalamts sei bereits eingeschaltet und ermittele, berichtete Pfarrer Andreas Schiel für den Verband Evangelischer Kindertageseinrichtungen Süd am Mittwoch (13. März 2019). Der Übergriff soll an der Evangelischen Kita Martin Luther King erfolgt sein. Der Verband selber hatte den Verdacht öffentlich gemacht und den Namen der Kita genannt. Der Verdacht richtet sich gegen ein Mitglied des pädagogischen Personals. Eltern hatten der Leitung am Montag von Erzählungen ihres Kindes berichtet. Die beschuldigte Person sei sofort frei gestellt worden, sagte Schiel.

Alle Eltern wurden bereits informiert

Um welche Form sexualisierter Gewalt es sich handeln könnte und ob sich der Verdacht gegen einen Mann oder eine Frau richte, wollte der Pfarrer mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht sagen. «Es geht aber nicht um eine Vergewaltigung», ergänzte er. «Die anderen Mitarbeiter sind bestürzt, weil sich das niemand vorstellen konnte.» Die übrigen Eltern seien bereits am Dienstag informiert worden. «Wir wollten nichts vertuschen oder unter den Tisch kehren», betonte Schiel. An Reaktionen habe es bisher Bestürzung, Fassungslosigkeit und Informationsbedürfnis gegeben. Bisher sei kein Kind von der Kita abgemeldet worden.

Richtlinien und ein Handlungskonzept für den Verdacht sexueller Übergriffe vorhanden

Für die beschuldigte Person liege den Vorschriften gemäß ein erweitertes Führungszeugnis vor, sagte der Pfarrer. Es sei relativ neu. Für den Verdacht sexueller Übergriffe habe es in der Kita Richtlinien und ein Handlungskonzept gegeben. Die Kita prüfe nun auch arbeitsrechtliche Schritte.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 13. März 2019 13:15 Uhr

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