Beweismittel taucht auf Twitter auf: Polizei ermittelt

Beweismittel taucht auf Twitter auf: Polizei ermittelt

Nach der Veröffentlichung eines als Beweismittel eingestuften Videos beim Kurznachrichtendienst Twitter untersucht die Berliner Polizei, ob es ein Leck in den eigenen Reihen gibt.

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Der «Tagesspiegel» hatte berichtet, dass ein Polizist das Video hochgeladen haben soll. Die Polizei nehme diesen Verdacht sehr ernst, sagte ein Sprecher am Montag (28. Januar 2019). Der Sachverhalt werde untersucht und dem betroffenen Polizisten die Gelegenheit gegeben, sich dazu zu äußern, hieß es weiter.
Auf dem fraglichen Video war ein Mann zu sehen, der einen Objektschützer der Polizei in der U5 anpöbelt. Es wurde vor gut einer Woche bei Twitter veröffentlicht, worauf die Polizei kritisierte, es sei «keine Hilfe», ein Video des Geschehens ins Netz zu stellen. Einige Tage später konnten die Beamten gleichwohl mit Hilfe der Bilder den mutmaßlichen Täter identifizieren und festnehmen.
Bei polizeilichen Ermittlungen ist eine Öffentlichkeitsfahndung oft das letzte Mittel. Hierfür muss ein Richter einen Beschluss erlassen. Im Falle des U-Bahn-Pöblers habe es einen solchen Beschluss jedoch nicht gegeben, bestätigte die Polizei.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 28. Januar 2019 12:42 Uhr

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