Schlägerei in Erotikclub: 66-Jähriger weist Vorwürfe zurück

Schlägerei in Erotikclub: 66-Jähriger weist Vorwürfe zurück

Weil er Frauen in einer Berliner Erotikbar sowie auf der Straße attackiert haben soll, steht ein 66-Jähriger vor dem Landgericht.

Langericht Moabit

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Der Psychiater wies die Vorwürfe zu Prozessbeginn am Mittwoch (16. Januar 2019) weitgehend zurück. Die Anklage sei «überwiegend unrichtig», erklärte er. Die Staatsanwaltschaft legt dem Mann unter anderem gefährliche Körperverletzung, Beleidigung, Vortäuschen einer Straftat und Nötigung zur Last. Es geht um insgesamt 19 Taten.
Die mutmaßliche Serie begann laut Anklage im September 2016 mit einer Strafanzeige gegen eine Frau, die der 66-Jährige in einem Erotikclub in Kreuzberg kennengelernt habe. Zu Unrecht habe er die 38-Jährige beschuldigt, heimlich insgesamt 400 Euro von seinem Bankkonto abgezweigt zu haben. Tatsächlich habe er ihr das Geld überwiesen - «er wollte eine Liebesbeziehung mit ihr eingehen», so die Anklage. Sie habe abgelehnt. Im Mai 2017 soll er in dem Club eine Schlägerei begonnen und mehrere Tänzerinnen mit Reizgas besprüht haben.
Der promovierte Angeklagte soll zudem zwei Männer in einer U-Bahn attackiert sowie mehrfach Passantinnen beleidigt und bedroht haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er nur eingeschränkt schuldfähig gewesen sein. Für den Prozess sind acht weitere Tage bis zum 22. März geplant.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 16. Januar 2019 14:41 Uhr

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