Veröffentlichung privater Daten: rund 60 Berliner betroffen

Veröffentlichung privater Daten: rund 60 Berliner betroffen

Von der in der Vorwoche bekanntgewordenen massenhaften Veröffentlichung privater Daten sind nach Erkenntnissen der Berliner Sicherheitsbehörden 62 Menschen aus der Hauptstadt betroffen - mehr als bisher angenommen.

Ein Mann tippt auf einem Laptop

© dpa

Diese Zahl nannte Senatssprecherin Claudia Sünder am Dienstag (8. Januar 2019) unter Berufung auf einen vorläufigen Bericht, den die Innenverwaltung dem Senat vorlegte.

Berliner Politiker und Personen des öffentlichen Lebens betroffen

Demnach handelt es sich um aktive und frühere Politiker auf Landes- und Bundesebene, aber auch andere Personen des öffentlichen Lebens. Die meisten habe die Polizei inzwischen über den Datenklau informiert, einige indes noch nicht erreicht, sagte Sünder.

«Es gibt kein Leck.»

Die geleakten Daten stammten allesamt von privaten Accounts der Betreffenden. IT-Systeme des Landes seien bei dem Vorfall nicht gehackt worden und weiterhin sicher: «Es gibt kein Leck.» Die veröffentlichten Daten hätten unterschiedliche Qualität und seien in den meisten Fällen nicht sehr aktuell.

Bundesweit 50 schwerwiegende Fälle

Ein 20-Jähriger aus Hessen soll über das inzwischen gesperrte Twitter-Konto @_0rbit im Dezember zahlreiche persönliche Daten von Politikern und Prominenten veröffentlicht haben. Rund 1000 Politiker, Prominente und Journalisten sind von dem Online-Angriff betroffen. Etwa 50 Fälle sind laut Bundesinnenministerium schwerwiegender, weil größere Datenpakete wie Privatdaten, Fotos und Korrespondenz veröffentlicht wurden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 9. Januar 2019 08:33 Uhr

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