Kein Ende in Berlins größtem Rocker-Prozess in Sicht

Kein Ende in Berlins größtem Rocker-Prozess in Sicht

Im bislang größten Berliner Rocker-Prozess ist weiter kein Ende in Sicht.

Angeklagten verdecken im Gericht ihr Gesicht

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Die Angeklagten verdecken im Kriminalgericht in Berlin-Moabit mit einem Zettel ihr Gesicht.

Nach vierjähriger Verhandlung wegen gemeinschaftlichen Mordes sind laut Landgericht weitere Termine bis zunächst April 2019 angesetzt. Die Kosten des Prozesses werden auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt.
Mit elf Angeklagten hatte die Verhandlung am 4. November 2014 begonnen, inzwischen sitzen noch zehn Männer auf der Anklagebank. Gegen den elften Angeklagten läuft nach gesundheitlichen Problemen des Mannes eine gesonderte Verhandlung.
Jetzt seien Anträge von vier Angeklagten auf Entlassung aus der Untersuchungshaft abgelehnt worden, sagte ein Gerichtssprecher. Die Staatsanwaltschaft geht von gemeinschaftlichem Mord aus, den der Angeklagte Kadir P. angeordnet haben soll. Der 34-Jährige gilt als Boss.
Am 10. Januar 2014 waren 13 teils vermummte Männer in ein Wettspiel-Café in Reinickendorf gestürmt. Der Mann an der Spitze feuerte im Hinterzimmer auf den 26-jährigen Tahir Ö. und tötete ihn mit sechs Kugeln. Der Anschlag vor laufenden Überwachungskameras dauerte 25 Sekunden. Es soll ein Racheakt für eine Schlägerei gewesen sein.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 2. November 2018 08:34 Uhr

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