Tochter von Freund missbraucht: Patenonkel gesteht

Tochter von Freund missbraucht: Patenonkel gesteht

Ein Patenonkel hat im Prozess wegen Missbrauchs der kleinen Tochter eines Freundes gestanden. Er habe sich mehrfach an dem Mädchen vergangen, gab der 53-jährige Mann am Dienstag vor dem Berliner Landgericht zu. Das Kind sei bei den ersten Taten etwa fünf Jahre alt gewesen. «Ich bin entsetzt über das, was ich getan habe», sagte der Servicemonteur. Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten 19 sexuelle Übergriffe in der Zeit von 2013 bis 2016 zur Last. Mehrere Taten habe er gefilmt. Zudem wurde bei dem Mann massenhaft Kinderpornografie sichergestellt.

Amtsschild des Landgerichts Berlin

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Das Amtsschild des Landgerichts Berlin ist am Gebäude des Kriminalgerichts Moabit zu sehen. Foto: Jens Kalaene/Archiv

Ermittlungen im Zusammenhang mit einem Kinderporno-Ring führten nach Justizangaben auf die Spur des Angeklagten. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung im Stadtteil Schöneberg im April 2016 wurden laut Anklage fast 12 000 Bilddateien und 1900 Videos mit Kinderpornografie entdeckt. 22 der gespeicherten Fotos und zehn Videos habe der Angeklagte selbst hergestellt. Sie zeigten den sexuellen Missbrauch des kleinen Patenkindes.
Der Angeklagte sagte, er sei mit den Eltern des Mädchens befreundet gewesen. «Ihren Vater kenne ich seit der Schulzeit.» Kurz nach der Geburt der Tochter sei er gefragt worden, ob er Pate werden wolle. «Ich hatte ein inniges Verhältnis zu ihr.» Dass er das Kind sexuell berührte, sei für ihn inzwischen nicht zu begreifen. «Ich schäme mich». Die Verhandlung gegen den nicht vorbestraften Mann wird voraussichtlich am 23. August fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 21. August 2018 15:30 Uhr

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