Angriff mit Hammer? Angeklagter weist Vorwürfe zurück

Angriff mit Hammer? Angeklagter weist Vorwürfe zurück

Weil er einen Freund mit einem Hammer überfallen haben soll, steht ein 31-Jähriger vor dem Berliner Landgericht.

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Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, Ende Oktober 2017 in die Wohnung eines 30-Jährigen eingedrungen zu sein und diesen bedroht zu haben. Laut Anklage hat der Verdächtige Geld gestohlen und ist dem flüchtenden Freund bis in eine nahe gelegene Pizzeria gefolgt. Dort habe er mit einem Hammer auf ihn eingeschlagen.
Zum Prozessbeginn am Dienstag (7. August 2018) bestritt der Angeklagte die Vorwürfe. Er habe sich zum fraglichen Zeitpunkt in Schweden aufgehalten, um dort einen Asylantrag zu stellen, erklärte der staatenlose Palästinenser. Der Angeklagte beschuldigte seinen Freund, die Tat vorgetäuscht und bei der Polizei bewusst falsche Angaben gemacht zu haben. Sein Freund schulde ihm über 7000 britische Pfund (rund 7800 Euro). Der 30-Jährige habe das Geld in Drogengeschäfte investiert, statt es ihm zurückzuzahlen. Nun wolle er von der eigenen Schuld ablenken.
Der Freund des Angeklagten wiederholte bei seiner Zeugenbefragung den Tatvorwurf. Der Raubüberfall habe ihn schwer verängstigt, erklärte der 30-Jährige vor Gericht. Er könne sich nicht erklären, was den Angeklagten zu der Tat motiviert habe. Von dem Geld wisse er nichts. «Das ist eine große Lüge.» Auf eine Nachfrage des Richters bestätigte er allerdings, seit einer schweren Kopfverletzung an Vergesslichkeit zu leiden. Der Prozess wegen schweren Raubes soll am 17. August fortgesetzt werden.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 7. August 2018 16:32 Uhr

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