Tritte enden fast tödlich: Angeklagter schweigt

Tritte enden fast tödlich: Angeklagter schweigt

Mit Fausthieben und Tritten gegen den Kopf soll ein 31-Jähriger einen Mann in Hohenschönhausen fast umgebracht haben. Vor dem Landgericht hat der Angeklagte zu Prozessbeginn am 2. August zunächst geschwiegen.

Blaulicht auf Notarztwagen

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Er soll den 39 Jahre alten Geschädigten im Februar 2018 während eines Trinkgelages in einer Wohnung attackiert und mehrfach stampfend mit einem Schuh mit Stahlkappe auf ihn eingetreten haben. Der Geschädigte habe schwere Gesichtsverletzungen erlitten. Die Anklage geht von einem versuchten Totschlag aus.
Dem Maler droht zudem die Wiederaufnahme eines Verfahrens wegen Totschlags, hieß es am Rande der Verhandlung. In dem damaligen Prozess war der 31-Jährige vor zwei Jahren vom Vorwurf der Tötung eines 52 Jahre alten Zechkumpans freigesprochen worden. Ein Zeuge, der für den Angeklagten gelogen hatte, sei bereits wegen uneidlicher Falschaussage verurteilt worden. Das Landgericht habe inzwischen einem Antrag der Staatsanwaltschaft auf Wiederaufnahme des Verfahrens als zulässig erachtet, sagte ein Gerichtssprecher. Weil der 31-Jährige Beschwerde einlegte, müsse nun das Kammergericht entscheiden.
Im jetzt verhandelten Fall soll der Angeklagte mindestens sieben Mal auf das niedergeschlagene Opfer eingetreten haben. Für den Bewusstlosen habe er dann keine Hilfe geholt. Erst 30 Minuten später habe ein in der Wohnung eintreffender Zeuge Rettungsmaßnahmen veranlasst. Der Prozess geht am 6. August weiter.
Das Blaulicht
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 2. August 2018 15:14 Uhr

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