Prozess um angedrohte Feuerattacken aufgehoben

Prozess um angedrohte Feuerattacken aufgehoben

Ein Prozess gegen einen abgelehnten Asylbewerber um angedrohte Feuerattacken und körperliche Angriffe ist vom Berliner Landgericht aufgehoben worden. Der 35-Jährige sei bereits nach Algerien abgeschoben worden, sagte Gerichtssprecherin Lisa Jani am Donnerstag. Dies sei mit Zustimmung der Staatsanwaltschaft erfolgt.

Landgericht Berlin

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Das Amtsschild vom Landgericht Berlin ist am Gebäude vom Kriminalgericht Moabit zu sehen. Foto: Jens Kalaene/Archiv

Der 35-Jährige soll aus Verärgerung gegenüber einem Bankangestellten und in einer Unterkunft für Flüchtlinge damit gedroht haben, Feuer zu legen. Zudem soll er in einer weiteren Unterkunft Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes attackiert und vor dem Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten einen Passanten geschlagen haben.
Der Prozess um die mutmaßlichen Straftaten in der Zeit von Mai 2016 bis Januar 2018 war zunächst für den heutigen Donnerstag vorgesehen. Die Abschiebung des in Marokko geborenen Mannes, der Ende 2014 nach Deutschland gekommen war, sei vor sechs Tagen erfolgt, sagte die Sprecherin. Es sei geplant, das Verfahren gegen den 35-Jährigen auf Antrag der Berliner Generalstaatsanwaltschaft vorläufig einzustellen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 12. Juli 2018 11:40 Uhr

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