Betrug mit Scheinehen: Ausländerbehörde prüft Vorgänge

Betrug mit Scheinehen: Ausländerbehörde prüft Vorgänge

Nachdem eine Betrugsserie mit Scheinehen zwischen Männern aus Nigeria und Frauen aus Portugal schon im vergangenen Jahr aufgedeckt wurde und seit kurzem ein Prozess läuft, will auch die Berliner Ausländerbehörde die Fälle erneut überprüfen.

Polizeiauto

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«Bislang sind der Ausländerbehörde 173 Fälle bekannt. Diese werden nun alle vorgeladen und angehört», erklärte der Sprecher der Senatsinnenverwaltung, Martin Pallgen, am 29. Mai. «Sollte sich herausstellen, dass sie ihren Aufenthalt betrügerisch erschlichen haben, wird ihnen der EU-Aufenthaltstitel aberkannt. Ihnen droht die Abschiebung in ihr Herkunftsland.»

Vorwürfe gegen die Ausländerbehörde

Die Ausländerbehörde sieht sich derzeit mit dem Verdacht konfrontiert, interne Warnungen vor dem Betrugsmodell ignoriert zu haben. Die Berliner Senatsinnenverwaltung wies den Vorwurf zurück.

Betrugsserie bereits 2017 aufgedeckt

Die Staatsanwaltschaft Berlin begann im November 2016 mit Ermittlungen. Knapp ein Jahr später, am 12. September 2017, schlug die Polizei mit einer großen Razzia zu und sprengte die Bande. Vor Gericht stehen seit dem 25. Mai ein aus Angola stammender 51-jähriger Portugiese, drei aus Nigeria stammende Frauen und zwei Deutsche im Alter zwischen 41 und 65 Jahren.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 29. Mai 2018 15:32 Uhr

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