Betrug in Familienunternehmen: Bewährung für Ex-Chef

Betrug in Familienunternehmen: Bewährung für Ex-Chef

Wegen Subventionsbetruges ist ein ehemaliger Chef eines Familienunternehmens in Berlin zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden.

Justitia

© dpa

Der 75-Jährige hatte zuvor am 23. Mai vor dem Amtsgericht Tiergarten gestanden. Er habe 400 000 Euro Fördergelder rechtswidrig eingesetzt, gab der Beschuldigte zu. Damit habe er den Traditionsbetrieb bewahren und Arbeitsplätze erhalten wollen. Sein wegen mutmaßlicher Beihilfe mitangeklagter Sohn schwieg. Gegen den 45-Jährigen wird der Prozess fortgesetzt.

Unternehmer nutzte Fördergelder zur Deckung allgemeiner Firmenkosten

Der Vater hatte als alleiniger Geschäftsführer in der Zeit von März 2010 bis Dezember 2012 Geld von der Investitionsbank Berlin für die Entwicklung eines Gerätes bezogen. Diese Beträge habe er entgegen seiner Verpflichtung nicht allein für das Förderprojekt verwendet, sondern damit allgemeine Firmenkosten beglichen, so die Anklage. Rechnungen und Stundenzettel seien zu diesem Zweck manipuliert worden.

Der Angeklagte zeigte sich einsichtig und reuig

Der 75-Jährige erklärte, er übernehme die volle Verantwortung. Wegen einer schlechten Liquiditätslage der Firma sei es zu den Taten gekommen. Bereits 2011 habe er das Projekt gestoppt. «Ich habe einen großen Fehler gemacht und einen hohen Preis dafür gezahlt», sagte der Rentner. Die Firma sei inzwischen verkauft. Er persönlich sehe sich zivilrechtlichen Rückforderungen gegenüber.
Das Blaulicht
© dpa

Kriminalität

Von Dieben, Brandstiftern & Co.: Aktuelle Polizeimeldungen und Nachrichten über Verbrechen und Prozesse in Berlin. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 23. Mai 2018 14:09 Uhr

Weitere Meldungen