Mutter getötet: Richter schicken Sohn in Psychiatrie

Mutter getötet: Richter schicken Sohn in Psychiatrie

Nach dem gewaltsamen Tod einer Frau in Guben (Spree-Neiße) muss ihr Sohn in ein psychiatrisches Krankenhaus.

Landgericht Cottbus

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Verhandlungssaal im Landgericht Cottbus

Das Landgericht Cottbus ordnete die Unterbringung des 42-Jährigen am 17. Mai an, wie eine Sprecherin mitteilte. Die Richter gehen demnach davon aus, dass der Beschuldigte seine Mutter tötete - jedoch halten sie ihn wegen einer paranoiden Schizophrenie für schuldunfähig. Der Mann werde im Maßregelvollzug untergebracht, solange er für die Allgemeinheit gefährlich sei, hieß es.

Mutter ist durch Schnitte in den Hals gestorben

Die Staatsanwaltschaft hatte das Sicherungsverfahren bei Gericht beantragt, weil sie davon ausging, dass der Deutsche im Zustand der Schuldunfähigkeit seine Mutter im Sommer 2017 tötete. Einsatzkräfte hatten die Leiche der Frau in ihrer Wohnung in Guben gefunden. Ihr Sohn hatte sich nach damaligen Angaben der Ermittler auch dort aufgehalten. Die Frau sei durch Schnitte in den Hals gestorben.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung waren sich einig

Das Gericht folgte mit der Entscheidung in dem Sicherungsverfahren den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Beide hatten laut Gericht auf die Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus plädiert.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 17. Mai 2018 16:39 Uhr

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