Gewerkschaft: Kein generelles Korruptionsproblem bei Polizei

Gewerkschaft: Kein generelles Korruptionsproblem bei Polizei

Die Sicherheitsbehörden in Deutschland haben nach Einschätzung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) kein strukturelles Problem mit Korruption. Es handele sich eher um Einzelfälle, sagte GdP-Bundessprecher Rüdiger Holecek am Freitag der Deutschen Presse-Agentur, nachdem ein spektakulärer Verdachtsfall in Berlin bekannt wurde. «Natürlich ist jeder Einzelfall einer zu viel», fügte er hinzu. Daher müssten diese genau untersucht und Konsequenzen gezogen werden. «Aber dass die Polizei ein generelles Problem mit Korruption hat, kann man nicht sagen», so Holecek.

Ein 500-Euro-Schein wird übergeben

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Ein 500-Euro-Schein wird übergeben. Foto: Peter Steffen/Archiv

Ähnlich äußerte sich der Sprecher des Berliner GdP-Landesverbandes, Benjamin Jendro. «Das kommt leider immer mal wieder vor, aber die ganz überwiegende Anzahl der Berliner Polizisten leistet hervorragende Arbeit und handelt nach den Regeln des Rechtsstaates», sagte er der dpa. «Auch im aktuellen Fall gilt zunächst die Unschuldsvermutung», ergänzte er. «Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, muss man sich von diesem Beamten trennen.»
Am Freitag wurde in Berlin 39-jähriger Polizist verhaftet, der mutmaßliche Drogenhändler vor Ermittlungen gewarnt und dafür hohe Geldbeträge kassiert haben soll.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 16. März 2018 12:30 Uhr

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