Innensenator: Personalaufbau bei Polizei ist «Aufholjagd»

Innensenator: Personalaufbau bei Polizei ist «Aufholjagd»

Die Berliner Polizei kämpft nach den Worten von Innensenator Andreas Geisel (SPD) mit einer Überalterung. Der Personalaufbau gleiche deswegen einer «Aufholjagd». Sie hätten 800 zusätzliche Stellen für die nächsten zwei Jahre beschlossen, sagte Geisel am Samstag bei einer Klausur der Berliner Links-Fraktion im brandenburgischen Rheinsberg.

Andreas Geisel (SPD)

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Andreas Geisel (SPD), Berlins Innensenator, bei einem Pressegespräch. Foto: Paul Zinken

Die Situation werde durchaus besser, die Polizisten würden jünger. «Aber wir werden innerhalb dieser Legislaturperiode schon allein aus der demografischen Entwicklung jetzt nicht bei der Polizei glückselige Zustände auslösen können», sagte Geisel. Auch die Ausbildungskapazitäten der Polizeiakademie seien begrenzt.
Im Jahr 2000 gab es nach Geisels Angaben noch 18 000 Polizisten im Vollzug auf den Straßen Berlins. 2016 seien es noch 16 700 gewesen. In der gleichen Zeit sei die Stadt stark gewachsen. Daraus resultiere, dass man die Polizei seltener wahrnehme, es habe aber auch zu vielen Überstunden und einem hohen Krankenstand geführt.
Die Links-Fraktion diskutierte mit Geisel und Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) über die Innenpolitik der gemeinsamen rot-rot-grünen Landesregierung. Zwischen den Koalitionspartnern gibt es auch etliche Konfliktlinien - etwa bei der Frage, ob man Schwarzfahren und den Besitz von Cannabis von Bestrafung befreien sollte. Die SPD sei da noch nicht so weit, sagte Behrendt am Samstag.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 3. März 2018 11:40 Uhr

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