Mord an Seniorin und Ehefrau: Höchststrafe verlangt

Mord an Seniorin und Ehefrau: Höchststrafe verlangt

Ein 51-Jähriger, der in Berlin-Müggelheim eine Seniorin und vier Jahre zuvor seine Ehefrau getötet haben soll, soll lebenslang in Haft. Der Angeklagte sei des Mordes in zwei Fällen schuldig, begründete der Staatsanwalt seine Forderung vor dem Landgericht am Freitag. Zudem beantragte er die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld sowie später Sicherungsverwahrung. Der 51-Jährige sei gefährlich für die Allgemeinheit. Folgt das Gericht dem Antrag, wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen. Die Verteidiger sollen am 27. Februar plädieren.

Justitia hält Waage in der Hand

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Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv

Der Angeklagte soll im Januar 2013 seine Frau heimtückisch umgebracht und ihren Tod als Suizid getarnt haben. Im November 2016 sei er in das Haus der Mutter seiner Lebensgefährtin eingebrochen, um Geld zu stehlen. Als ihn die 66-Jährige überraschte, habe er sie erstochen, so der Staatsanwalt. 30 Euro habe der Mann erbeutet. Nach der Tat habe er seine Kleidung gewechselt und den Notruf getätigt. 
Nach beiden Verbrechen habe der 51-Jährige am Tatort eiskalt reagiert und als angeblicher Entdecker der Leiche einen Schock inszeniert, so der Ankläger. Der arbeitslose Tischler sei durch Beweise überführt. Der dreifache Vater hatte vor Gericht geschwiegen.
Er war kurz nach dem mutmaßlichen Raubmord verhaftet worden. Im Zuge der Ermittlungen wurde der erste Todesfall im Umfeld des Mannes neu aufgerollt. Zeugenaussagen und Auffälligkeiten in einem angeblichen Abschiedsbrief seiner Ehefrau hatten zum Mordverdacht geführt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 23. Februar 2018 18:20 Uhr

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