Prozess: Ehemalige Kinder-Fußballtrainer bleiben unbestraft

Prozess: Ehemalige Kinder-Fußballtrainer bleiben unbestraft

Zwei frühere Kinder-Fußballtrainer des BFC Dynamo bleiben nach einem monatelangem Prozess um Erniedrigung, Beleidigung und Nötigung von Schützlingen unbestraft.

Statue der Justitia

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Eine Statue der Justitia.

Das Amtsgericht Tiergarten stellte das Verfahren gegen die beiden 26-Jährigen am Mittwoch ohne Auflagen und auf Kosten der Landeskasse ein. «Die Dinge bleiben offen, aber wir sehen uns näher bei einem Freispruch als bei einer Verurteilung», begründete der Richter. Die Einstellung erfolgte mit Zustimmung aller Prozessbeteiligten.

Fußballtrainer begingen keine Sexualstraftat

Den Angeklagten war vorgeworfen worden, im Sommer 2015 fünf ihrer damals zehn und elf Jahre alten Schützlinge erniedrigt, beleidigt, eingeschüchtert und zudem versucht zu haben, sie zu sexuellen Handlungen zu nötigen. Nach acht Prozesstagen stehe fest, «dass wir es nicht mit einer Sexualstraftat zu tun haben», sagte der Richter. Möglicherweise sei es bei einem Party-Spiel der Kinder in einem Hotelzimmer mit teilweise «ekligen Dingen» zu einer Verletzung der Fürsorge- und Aufsichtspflicht gekommen.

Angeklagte: Es war nur ein Party-Spiel der Kinder

Ein Junge soll aufgefordert worden sein, Wasser aus der Toilette zu trinken, anderen soll die «Aufgabe» gestellt worden sein, an einem Heizungsrohr oder an Badelatschen zu lecken. Die Angeklagten hatten die Vorwürfe zurückgewiesen. Es sei ein Spiel der Jungen gewesen. Die Anschuldigungen seien erst im Mai 2016 nach dem Rauswurf einiger Spieler erhoben worden, erklärten sie. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe seien sie sofort entlassen worden.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 22. Februar 2018 08:33 Uhr

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