Amtsarzt: Impfungen verhindern in Pflegeheimen Schlimmeres

Amtsarzt: Impfungen verhindern in Pflegeheimen Schlimmeres

Trotz Corona-Ausbrüchen in Alters- und Pflegeheimen sieht der Amtsarzt von Berlin-Reinickendorf die Wirksamkeit der Impfung im Alltag bestätigt. «Die Impfung wirkt, wir haben weniger Fälle als voriges Jahr. Sie erspart vielen Alten den vorzeitigen Tod», sagte Patrick Larscheid der Deutschen Presse-Agentur. In fast jedem Berliner Bezirk gebe es zwar derzeit Ausbrüche in der Pflege, aber im Unterschied zum Herbst und Winter 2020 erkrankten viele positiv Getestete gar nicht.

Patrick Larscheid

© dpa

Patrick Larscheid, Amtsarzt im Berliner Bezirk Reinickendorf.

Trotz der Todesfälle bei Ausbrüchen müsse man sich klar machen, dass die Zahlen ohne Impfung noch höher wären und dass der Impfstatus der Toten nicht immer bekannt sei, machte der Amtsarzt deutlich. Nicht alle älteren Pflegebedürftigen seien längst geimpft, das bestätigen auch andere Experten. Viele kämen ungeimpft ins Heim, sagte Larscheid. «Sie waren vorher zu Hause pflegebedürftig, wo sie keiner geimpft hat.» Das Hauptproblem sieht der Amtsarzt allerdings in Impflücken beim Pflegepersonal - diese betreffen nach seiner Einschätzung eher Pflegehelfer und weniger das Fachpersonal.
Der Anteil der Menschen über 60, die in Berlin bereits eine Auffrischimpfung gegen Corona erhalten haben, liegt nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) deutlich über dem Bundesschnitt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 6. November 2021 08:41 Uhr

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