Streik in Kliniken Charité und Vivantes ab Donnerstag

Streik in Kliniken Charité und Vivantes ab Donnerstag

Im Berliner Krankenhaus-Tarifkonflikt hat die Gewerkschaft Verdi die Mitarbeiter der Vivantes-Muttergesellschaft und der Charité von Donnerstagmorgen (09. September 2021) an zum unbefristeten Streik aufgerufen.

Warnstreik an der Charité

© dpa

Ein Transparent mit der Aufschrift "Warnstreik" hängt vor dem Bettenhochhaus der Charité zu sehen.

Die Mitarbeiter von Vivantes-Tochtergesellschaften sollen befristet am Donnerstag und Freitag bis zum jeweiligen Dienstende die Arbeit niederlegen, inklusive der Nachtschicht, die am Samstagmorgen endet, wie es in dem Aufruf heißt.
Die Tarifverhandlungen wurden am Mittwochvormittag wiederaufgenommen. Laut Vivantes werden weitere Gespräche aber nach Streikbeginn gestoppt. Der Zeitpunkt des Streiks sei vollkommen unverständlich, erklärte Dorothea Schmidt, Vivantes Geschäftsführerin Personalmanagement. Erst am Montag habe Vivantes Überlegungen zu einem Modellprojekt zur Entlastung der Pflege vorgestellt und sich auch zu weiteren wesentlichen Aspekten der Verdi-Forderungen verhandlungsbereit erklärt.
Auch ein Charité-Sprecher hatte angekündigt, dass während eines Streiks nicht verhandelt werde. Zuletzt stagnierten die Gespräche. Die Gewerkschaft kämpft unter anderem für bessere Arbeitsbedingungen und eine höhere Bezahlung der Beschäftigten in Tochterfirmen. Vorausgegangen waren auch gerichtliche Auseinandersetzungen. Unter anderem ging es um Notdienst-Regelungen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 8. September 2021 13:52 Uhr

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