Auch ohne Olympia-Feeling: Schachmann hofft auf Chance

Auch ohne Olympia-Feeling: Schachmann hofft auf Chance

Der deutsche Straßenradmeister Maximilian Schachmann hat sich damit abgefunden, dass bei den olympischen Rennen keine Zuschauer an der Strecke stehen werden. «Es wird sicher nicht möglich sein, dass so Olympia-Feeling aufkommt», sagt Deutschlands Medaillenhoffnung im Interview der Deutschen Presse-Agentur, betont aber zugleich: «Aber sind wir doch einfach froh, dass wir überhaupt Olympische Spiele erleben. Ich denke, das ist derzeit nicht selbstverständlich. Deshalb sehe ich das fehlende Feeling als einen Preis, den wir sicher gerne bezahlen.»

Schachmann ist bereits seit über einer Woche in Tokio und hat sich explizit auf Olympia vorbereitet. Dafür verzichtete er auch auf einen Start bei der Tour de France. Dem 27-jährigen Berliner werden aus deutscher Sicht die größten Chancen eingeräumt. «Ich bin ganz sicher nicht der Topfavorit, aber auch nicht völlig chancenlos. Ich gehe ambitioniert in das Rennen und werde alles geben», sagt der Paris-Nizza-Gewinner.
Schachmann hat sich in den letzten Wochen im Höhentrainingslager in der Sierra Nevada auf den schweren Olympia-Kurs mit fast 5000 Höhenmetern vorbereitet. «Wenn man den Zahlen und dem Körpergefühl vertrauen kann, sollte die Form ganz okay sein», sagt der Olympia-Debütant.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 20. Juli 2021 06:20 Uhr

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