Thunder: Erwartungen an neue Football League gedämpft

Thunder: Erwartungen an neue Football League gedämpft

Für die American Footballer von Berlin Thunder hat sich gut zwei Wochen vor dem Start der neu geschaffenen European Football League (EFL) die Stadionfrage geklärt. Die ersten drei Partien werden im Amateurstadion von Hertha BSC ausgetragen, danach zieht man wie geplant ins Stadion Lichterfelde um. Ob schon zum Auftakt am 20. Juni gegen die Leipzig Kings (ProSiebenMAXX und ran.de) Zuschauer zugelassen werden, ist noch nicht geklärt. «Für das Produkt American Football wäre es viel besser, wenn wir Zuschauer hätten. Es hängt aber im ersten Schritt nicht der komplette finanzielle Segen davon ab. Die Zuschauerzahlen sind nicht die Haupteinnahmequelle», sagt Heiko von Glahn, Geschäftsführer von Berlin Thunder, der Deutschen Presse-Agentur.

Auch sonst findet der neue General Manager noch viele Baustellen vor dem Auftakt der neu geschaffenen Liga vor. «Wir sind ein Start-Up-Unternehmen mit einem 20 Jahre alten Produkt», sagt von Glahn. Denn neben den Thunder versprühen auch noch Frankfurt Galaxy oder die Barcelona Dragons den Charme der 2007 eingestellten NFL Europe.
Von Glahn, der als Generalsekretär des Deutschen Hockey-Verbandes zu Thunder stieß, dämpft aber die Erwartungen an die Zeiten, als Axel Kruse oder Manfred Burgsmüller Field Goals erzielten. «Viele denken an früher und haben Bilder in den Köpfen. Diese werden wir nicht erfüllen können», gibt sich von Glahn selbstkritisch, «es wird anders werden. Aber es wird trotzdem ein tolles Produkt und toller Sport.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 2. Juni 2021 06:12 Uhr

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