Erneute Gewerkschaftsaktionen für gleiche Arbeitsbedingungen

Erneute Gewerkschaftsaktionen für gleiche Arbeitsbedingungen

Zum Wochenbeginn haben Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie in Berlin, Brandenburg und Sachsen mit Aktionen erneut für gleiche Arbeitsbedingungen in Ost und West demonstriert. In Berlin kamen am Montagvormittag zahlreiche Arbeiter auf der Oberbaumbrücke zu einer Kundgebung zusammen. Dort trat auch Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller (SPD), auf. Die Mauer sei bereits vor mehr als 30 Jahren gefallen, sagte er. «Aber die Mauer muss eben überall weg, wo sie noch trennt. Und dass sie ausgerechnet im Arbeitsleben noch trennt, ist eine Schande und muss jetzt beendet werden.»

Michael Müller (SPD)

© dpa

Michael Müller (SPD, r), Regierender Bürgermeister von Berlin, spricht.

Die Gewerkschaft kritisiert, dass Arbeitnehmer in Ost und West den gleichen Lohn erhalten, während im Westen seit Jahrzehnten kürzere Tarif-Arbeitszeiten gelten. Diese Lohnlücke fordert sie nun in den Verhandlungen mit den zuständigen Arbeitgeberverbänden in den drei ostdeutschen Bundesländern zu schließen.
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Sowohl in Brandenburg als auch in Sachsen begannen am frühen Morgen ganztägige Warnstreiks, unter anderem beim Industrie-Unternehmen Schaeffler in Luckenwalde und dem Filtersystemhersteller Mahle im brandenburgischen Wustermark sowie im sächsischen Heinsdorfergrund.
Bei den bundesweiten Tarifverhandlungen der Branche hatte es bereits Ende März einen Pilotabschluss in Nordrhein-Westfalen gegeben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 26. April 2021 15:44 Uhr

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