Berlin gibt drei Millionen Euro für Profis

Berlin gibt drei Millionen Euro für Profis

Das Land Berlin wird die Proficlubs der Stadt und die Sport-Traditionsveranstaltungen 2021 in der Corona-Krise mit weiteren drei Millionen Euro unterstützen. Das gab Sportsenator Andreas Geisel am Mittwoch bei der Vorstellung der «Offensive Sportmetropole» bekannt. Im vergangenen Jahr hatte der Zuschuss für krisenbedingte Ausfälle bei über 2,1 Millionen Euro gelegen.

Handbälle

© dpa

Spielbälle liegen im Netz eines Handballtors.

«Wir wollen mit dem neuen Programm Perspektiven für die Zukunft aufzeigen und Mut machen. Es darf nicht sein, dass Corona die Berliner Vereine wirtschaftlich in die Knie zwingt», erklärte Geisel.
Auch die finanzielle Unterstützung der Vereine und Verbände im Breitensport wird fortgesetzt. Bisher standen dafür sechs Millionen Euro bereit, die über den Landessportbund verteilt wurden. Vier Millionen Euro sind bereits ausgezahlt worden. «Viele Vereine würden ohne den Rettungsschirm in eine existenzbedrohende Lage geraten. Deshalb sind wir dankbar, dass auch in diesem Jahr weiterhin sechs Millionen Euro für den Breitensport zur Verfügung stehen», sagte Thomas Härtel, Präsident des Landessportbundes Berlin.
Von der neuen Corona-Hilfe sollen die Proficlubs Alba, Eisbären, Volleys und Füchse genauso profitieren wie die Veranstalter traditioneller Events wie zum Beispiel des Berlin-Marathons. Auch Frauenmannschaften in olympischen Sportarten in der 1. und 2. Bundesliga würden unterstützt, teilte der Sportsenator mit.
Die Athletinnen und Athleten seien die Aushängeschilder der Hauptstadt, betonte Geisel: «Wir sonnen uns nicht nur im Glanz der sportlichen Erfolge, wir sind nicht nur da, wenn es gut läuft. Wir sind da, wenn wir helfen können. Und das können wir.» Neben direkten Zuwendungen sind auch Marketing-Partnerschaften und die Überlassung von Sportstätten Teil des Programms.
«Die Pandemie macht uns allen zu schaffen, auch mehr als ein Jahr nach dem Beginn ist an Normalität nicht zu denken», sagte Kaweh Niroomand, Geschäftsführer des neuen deutschen Volleyball-Meisters BR Volleys. Auch die Profivereine wollen weiter «als Sozialakteur wirken, der mit breitflächiger Nachwuchs- und Integrationsarbeit hilft, die Gesellschaft positiv zu gestalten». Ohne die Hilfen des Landes Berlin sei das nicht möglich.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 21. April 2021 15:46 Uhr

Weitere Meldungen