Philologenverband warnt vor Schulöffnungen ohne Impfungen

Philologenverband warnt vor Schulöffnungen ohne Impfungen

Der Philologenverband Berlin/Brandenburg hat in einem offenen Brief an Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) vor der Gefahr von Corona-Infektionen in Schulen gewarnt.

Klassenzimmer

© dpa

«Coronavirus» steht auf einer Tafel in einem leeren Klassenzimmer.

Die 7-Tage-Inzidenz sei in der Altersgruppe der 15- bis 19-Jährigen, zu denen die Schüler an Gymnasien zählten, inzwischen am höchsten. Angesichts dieser Infektionslage sei Präsenzunterricht nur dann vertretbar, wenn das Infektionsrisiko durch Impfen und verbindliche Schnelltests spürbar eingeschränkt werde, heißt es in dem Schreiben vom Montag (22. März 2021).
Es sei nicht nachvollziehbar, dass etwa Theater trotz hervorragender Hygienekonzepte geschlossen bleiben müssten, während Schulen geöffnet seien, argumentierte der Philologenverband, der die Gymnasien und Gesamtschulen vertritt. Das pädagogische Personal und die Schülerinnen und Schüler müssten bestmöglich geschützt werden, forderte der Verband. «Wir erwarten, dass die Senatsbildungsverwaltung bis zum Ende der Osterferien alle notwendigen Maßnahmen trifft, um im Rahmen der Fürsorge und des Bildungsauftrages dem gerecht zu werden.»
Die Bildungsverwaltung hatte am Freitag angekündigt, dass nach den Beschäftigten in Kitas und Förderschulen zunächst die Lehrkräfte an Grund- und Gemeinschaftsschulen eine Impfeinladung erhalten sollen. Selbsttests werden seit vergangener Woche zunächst für Schülerinnen und Schüler der Oberstufenklassen verteilt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 22. März 2021 15:31 Uhr

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