Konfirmationen und Firmungen werden in der Pandemie gefeiert

Konfirmationen und Firmungen werden in der Pandemie gefeiert

Junge Christen können in Berlin in diesem Jahr trotz Corona-Pandemie Konfirmationen und Firmungen feiern. Die evangelische Kirche möchte 12 bis 14 Jahren alten Gläubigen die Konfirmation ermöglichen und probiert dafür kreative Formate aus, mit denen die Hygienevorschriften eingehalten werden sollen.

Eine Konfirmationskarte liegt auf einem Tisch

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Eine Konfirmationskarte liegt auf einem Tisch.

«Die Gemeinden können auf Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr zurückgreifen», sagte eine der Sprecherinnen der Evangelischen Kirchen Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Juliane Voss, der Deutschen Presse-Agentur. Eine Möglichkeit aus dem vergangenen Jahr sei, den Konfirmationsgottesdienst in Kleingruppen abzuhalten, sagte sie. Das Handauflegen bei der Segenshandlung könne von Familienangehörigen und Paten übernommen werden.

Konfirmationsfeier auch zu Hause denkbar

Denkbar sei auch, dass der Gottesdienst in Kurzform mit jedem Konfirmanden und seiner Familie separat gefeiert wird. In Einzelfällen sei auch eine Konfirmationsfeier zu Hause denkbar. Neben diesen Szenarien sei ein Gottesdienst mit mehreren Stationen im vergangenen Jahr ausprobiert worden. Vorläufigen Zahlen zufolge gab es in Berlin 2020 halb so viele Konfirmationen wie 2019. Wurden damals noch 4515 Konfirmationen gefeiert, waren es im vergangenen Jahr 2250. Wegen der Pandemie fanden viele Feiern zudem erst im Spätsommer und Herbst statt. Die Konfirmation wird traditionell zwischen Ostern und Pfingsten gefeiert.

Vorbereitungstreffen online und im Freien

Das katholische Pendant zur Konfirmation ist das Sakrament der Firmung, in der dritten Klasse wird zudem die Erstkommunion gefeiert. Beide Sakramente würden im eingeschränkten Rahmen gespendet, sagte Sprecher Stefan Förner. «Gefirmt wird ganzjährig, jetzt umso mehr.» Die Teilnehmerzahl bei Firmung und Erstkommunion werde an die geltenden Hygienebestimmungen angepasst. Der Körperkontakt solle so weit wie möglich reduziert werden. Bei der Firmung werde die Salbung mit einem Stäbchen durchgeführt. Die Vorbereitungstreffen bei den Kindern und Jugendlichen fänden teilweise online statt, teilweise auch im Freien.
Inwiefern sich die Pandemie auf die Zahl der Firmungen und Erstkommunionen ausgewirkt hat, dazu lagen zunächst noch keine Zahlen vor. Bei den Erstkommunionsfeiern sei 2020 nicht wirklich mit einem Rückgang zu rechnen, da die Anmeldungen schon 2019 erfolgt seien, sagte Förner. Für 2021 sei eine «Delle» nicht auszuschließen. Die Vorbereitung sei nur eingeschränkt oder verzögert möglich gewesen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 19. März 2021 08:06 Uhr

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