Charité-Vorstand: Beim Impfen in Turbogang schalten

Charité-Vorstand: Beim Impfen in Turbogang schalten

Aus Sorge vor der nächsten Corona-Welle dringt Berlins Universitätsklinik Charité auf beschleunigtes Impfen gegen Covid-19. «Wir müssen dringend in den Turbogang schalten, wenn wir eine dritte Welle verhindern wollen», erklärte der für die Krankenversorgung zuständige Vorstand Martin Kreis am Donnerstag (04. März 2021).

"Charité" Schriftzug

© dpa

Das Bettenhaus der Berliner Charite.

Er forderte, Hausärztinnen und Hausärzte jetzt in die Impfplanung und -logistik einzubinden. «Sie sind vor Ort, es gibt eine etablierte Kommunikation, sie kennen ihre Patientinnen und Patienten, zu ihnen besteht ein enges, oft jahrelanges Vertrauensverhältnis.» Kreis sprach sich außerdem dafür aus, jetzt zumindest die zugelassenen Impfabstände zwischen der ersten und zweiten Dosis maximal auszuschöpfen. Eine Erstimpfung schütze bereits sehr gut vor einem schweren Verlauf von Covid-19.

Haus- und Fachärzte sollen ab März/April mitimpfen

Die Charité versorgt in Berlin vorrangig Betroffene mit schweren Verläufen und hatte von Mitte Dezember bis Ende Januar ein Notfallprogramm gefahren, um die Patientenzahlen zu bewältigen. Intensivmediziner befürchten, dass es nach Lockerungen wieder zu einem deutlichen Anstieg der Neuinfektionen und dann auch zu einer hohen Belastung der Klinken kommt. Nach dem Beschluss von Bund und Ländern soll es ab der zweiten Märzwoche Regelungen geben, damit auch einzelne niedergelassene Ärzte Menschen gegen Corona impfen können. Ab Ende März/Anfang April sollen die Haus- und Fachärzte mitimpfen und dabei auch über die Priorisierung vor Ort entscheiden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 4. März 2021 16:04 Uhr

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