Müller: Länder horten keine Impfdosen

Müller: Länder horten keine Impfdosen

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat Vorwürfe zurückgewiesen, in den Ländern werde Impfstoff zurückgehalten.

Ein Injektionsfläschchen mit dem Biontech-Impfstoff

© dpa

Ein Injektionsfläschchen mit dem Biontech-Impfstoff

«Ich will sagen, dass wir noch mal unsere Impferfahrungen in den Bundesländern nebeneinandergelegt haben und dass es keinesfalls so ist, wie oft der Eindruck vermittelt wird, als ob Millionen von Impfdosen irgendwo rumliegen und nicht verimpft werden», sagte Müller am Mittwoch (03. März 2021) nach Bund-Länder-Beratungen in Berlin.

Puffervorräte für eventuelle Verzögerungen

Die Länder hätten in der Regel einen Puffervorrat. «Und ich glaube, das ist auch angemessen, falls eine nächste Lieferung sich verzögert oder nicht im besprochenen Umfang ausgeliefert wird, damit man dann nahtlos weiterimpfen kann.» Zum Teil würden große Zahlen an Impfdosen genannt, die noch nicht genutzt worden seien. «Wir können es uns nur so erklären, dass offensichtlich in dem Moment, in dem die LKWs die Werkstore verlassen, die Zahlen der entsprechenden Meldestelle geliefert werden», sagte Müller. «Aber es sind noch nicht die Impfdosen, die in den Ländern und in den Impfzentren angekommen sind.»

Müller: Kontingente sind fest vergeben und werden «jetzt in diesen Tagen» genutzt

Er wolle das auch für Berlin klar sagen: «Wir haben einen Bruchteil dessen, was wir verimpfen können, noch zurückgehalten.» Beim Astrazeneca-Impfstoff sei es auch so, dass er entweder jetzt auch gut geimpft werde oder schon kontingentiert sei für entsprechende Bevölkerungsgruppen, für die er vorgesehen ist. Die Kontingente seien fest vergeben und würden «jetzt in diesen Tagen» genutzt, so der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK).

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 4. März 2021 08:20 Uhr

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