GEW fordert klare Richtwerte für Öffnungen und -schließungen

GEW fordert klare Richtwerte für Öffnungen und -schließungen

Nach der Öffnung der Grundschulen für die Klassen eins bis drei hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) klare Richtwerte gefordert. Wenn die Corona-Fallzahlen weiter stabil blieben, sei eine behutsame Öffnung der Schulen durchaus gerechtfertigt, sagte der Berliner GEW-Vorsitzende Tom Erdmann am Montag.

Grundschulen

© dpa

Ein Schüler steht mit Schulranzen auf dem Schulhof einer Grundschule.

«Die steigenden Infektionszahlen erfüllen uns alle jedoch mit Sorge. Was passiert, wenn wir Ende der Woche wieder bei 100 sind?», fragte Erdmann. Das Fehlen von klaren Richtwerten führe zur Verunsicherung bei den Lehrkräften. Erdmann forderte, auch über andere Faktoren als die Sieben-Tage-Inzidenz nachzudenken. Die GEW begrüßte die Überlegung, Personal an Schulen und Kitas bei den Impfungen vorzuziehen.
Für die Schulen in Berlin hat am Montagmorgen nach gut zwei Monaten coronabedingten Heimunterrichts die schrittweise Öffnung begonnen. Zunächst werden neben den Abschlussjahrgängen nur die Kinder der 1. bis 3. Klasse teilweise wieder in der Schule unterrichtet. Die Präsenzpflicht bleibt ausgesetzt. Die Corona-Fallzahlen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche sind zuletzt in Berlin wieder leicht gestiegen, laut Lagebericht vom Sonntag auf 56,5. 

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 22. Februar 2021 16:10 Uhr

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