Schulleiter-Verband: Lehrer würden Impfungen begrüßen

Schulleiter-Verband: Lehrer würden Impfungen begrüßen

Impfungen für Lehrkräfte wären aus Sicht des Interessenverbands Berliner Schulleitungen (IBS) ein richtiger Schritt. «Das wäre sehr gut. Es gibt doch eine Art von Sicherheit», sagte die IBS-Vorsitzende Astrid-Sabine Busse am Mittwoch (17. Februar 2021) der Deutschen Presse-Agentur.

Corona-Impfung

© dpa

Eine Klinik-Mitarbeiterin zieht den Covid-19 Impfstoff für eine Impfung auf eine Spritze.

«Ich denke, die meisten Kollegen würden das sehr begrüßen.» Derzeit ist das nicht möglich, weil Lehrerinnen und Lehrer in der vom Bund festgelegten Reihenfolge für Impfungen noch nicht dran sind. Busse plädierte dafür, die Lehrkräfte möglichst in den Schulen zu impfen. «Das wäre viel effizienter», sagte die Leiterin einer Grundschule in Neukölln. Wenn mobile Impfteams, wie sie bisher für Impfungen der Bewohner von Pflegeheimen berlinweit im Einsatz wären, eine Schule an einem Tag durchimpfen könnten, lasse sich viel Zeit und Aufwand sparen. Ansonsten müssten die fast 100 Mitarbeiter ihrer Schule einen Termin im Impfzentrum vereinbaren und das möglichst so, dass sie dann nicht gerade unterrichten müssten.
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Schrittweise Öffnung der Schulen ab 22. Februar

Ab Montag öffnen die Schulen in Berlin wieder schrittweise. Den dann geplanten Einsatz von Schnelltests, hält Busse für richtig. Die Tests sollen Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher übernehmen, die dafür geschult werden. «Das Team haben wir schon, sechs Kolleginnen und Kollegen. Wenn die geschult sind, bieten wir Zeitfenster an, und dann kann ich mich vor dem Dienst testen lassen», sagte Busse. «Die Schnelltests sind heute geliefert worden - in ausreichender Zahl.» Die Schulungen müsse es aber noch geben. Geplant seien zwei Tests pro Mitarbeiter in der Woche. «Leider freiwillig», so die Schulleiterin. «Ich finde, das müsste Pflicht sein, wenn man in der Schule arbeitet.»

Busse: Digitale Angebote können Präsenzunterricht nicht ersetzen

Dass die Schulen zumindest für die Kinder der ersten bis dritten Klasse wieder öffnen, findet Busse gut. «Selbst das beste digitale und analoge Angebot kann den Präsenzunterricht nicht ersetzen», sagte sie. «Wir fangen mit den Kleinen an, ich denke, dass man zwei Wochen später sehen kann, ob das Auswirkungen auf die Infektionszahlen hat, was ich nicht hoffe.» Danach müsse man dann über die größeren Kinder nachdenken. «Und man muss gucken, was die Mutation macht. Es ist jetzt schon wieder eine andere Situation als vor einigen Wochen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 18. Februar 2021 08:08 Uhr

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