CDU warnt vor Lockerungen und fordert pandemiesichere Schulen

CDU warnt vor Lockerungen und fordert pandemiesichere Schulen

Die Berliner CDU-Fraktion hat vor schnellen Lockerungen der Corona-Maßnahmen gewarnt. «Wenn alles kurze Zeit später wieder geschlossen werden muss, nützt das niemandem», sagte CDU-Fraktionschef Burkard Dregger am Sonntag (14. Februar 2021) bei einer Sondersitzung des Abgeordnetenhauses. «Daher muss es unser vorrangiges Ziel bleiben, einen dritten Lockdown zu verhindern.»

Burkard Dregger (CDU), Vorsitzender seiner Fraktion in Berlin

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Burkard Dregger (CDU), Vorsitzender seiner Fraktion in Berlin.

Es sei mühsam gewesen, die Infektionszahlen wieder zu senken. «Die 7-Tage-Inzidenz beträgt jetzt 60 und muss weiter runter, deutlich unter die 50», sagte der CDU-Politiker. Die 50 sei ein falscher Hoffnungswert, der für die Überforderung der Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Infektionsketten und für Kontrollverlust stehe, sagte Dregger. «Wir müssen klar sagen, dass wir zu einem wesentlich niedrigeren Infektionsniveau kommen müssen, damit die Öffnungen, die wir alle herbeisehnen, dann auch Bestand haben.»

Dregger fordert mindestens zwei Schnelltests pro Woche

Dregger verlangte, die Schulen müssten erst pandemiesicher gemacht werden, bevor sie öffnen könnten. Dazu müsse zum Beispiel sichergestellt sein, dass für alle Schülerinnen und Schüler sowie alle Lehrkräfte in den Klassenstufen mit Wechselunterricht mindestens zwei Schnelltests pro Woche möglich seien. Er forderte den Senat auf, dafür zu sorgen, dass Lehrern und Schülern altersgerechte medizinische Masken zur Verfügung stünden und Luftreinigungs- und CO2-Messgeräte für alle genutzten Klassenräume. Nach den Plänen des Senats sollen die Schulen ab dem 22. Februar schrittweise wieder öffnen können.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 15. Februar 2021 08:22 Uhr

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