Müller hält Debatte um Corona-Lockerungen für verfrüht

Müller hält Debatte um Corona-Lockerungen für verfrüht

Wenige Tage vor dem nächsten Bund-Länder-Treffen zur Corona-Krise hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) davor gewarnt, vorschnell Termine für ein Lockdown-Ende oder erste Öffnungsschritte festzulegen.

Michael Müller (SPD)

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Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, mit Mund-Nasen-Schutz.

«Die Infektionszahlen sinken weiter, und ich hoffe sehr, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Dennoch bleibt da momentan eine große Unsicherheit», sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) der Deutschen Presse-Agentur.

«Wir müssen sehr vorsichtig sein»

«Wir wissen bis jetzt nicht, inwieweit sich die Mutanten in Deutschland schon ausgebreitet haben. Vor diesem Hintergrund ist es einfach zu früh, jetzt konkrete Daten für Öffnungen zu nennen», so Müller. «Wir müssen sehr vorsichtig sein, damit wir unseren hart erkämpften Erfolg nicht wieder verspielen. Eine dritte Welle durch Leichtsinnigkeit und zu frühes Lockern müssen wir unbedingt vermeiden und wäre dramatisch.»

Vorrang für Schulen und Kitas bei Lockerungsszenarien

Müller fügte hinzu: «Gleichwohl erarbeiten wir natürlich Pläne für mögliche und behutsame Lockerungsschritte, die wir auch auf der kommenden MPK gemeinsam mit dem Bund und den Ländern erörtern wollen.» Diese Schritte stünden aber unter Vorbehalt der Infektionsentwicklung in den kommenden Wochen. «Für mich ist klar, dass Schulen und Kitas bei diesen Überlegungen Vorrang haben.»
Der Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist bislang bis zum 14. Februar befristet. Am Mittwoch (10. Februar 2021) wollen Bund und Länder bei einer Schalte mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beraten, wie es dann weitergeht.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 6. Februar 2021 20:00 Uhr

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