Berliner GEW fordert Abitur notfalls auch ohne Prüfungen

Berliner GEW fordert Abitur notfalls auch ohne Prüfungen

Die Bildungsgewerkschaft GEW in Berlin hat sich dafür ausgesprochen, dass das Abitur in diesem Schuljahr notfalls auch ohne Prüfungen abgelegt werden kann.

Schülerin unterstreicht Wort "Abitur" an der Tafel

© dpa

«In Zeiten der Corona-Pandemie müssen auch für das Abitur besondere Regelungen gelten», forderte der Vorsitzende der GEW Berlin, Tom Erdmann, am Donnerstag (21. Januar 2021). «Vorleistungen, die bereits erbracht worden sind und die ohnehin den größten Teil der Note ausmachen, reichen als Bewertungsgrundlage für die Abiturnote aus.» Voraussetzung sei die bundesweite Anerkennung der Abschlüsse.
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Thema Abiturprüfungen wird derzeit mit Brandenburg abgestimmt

Die Kultusminister der Länder vereinbarten bei einer Schaltkonferenz am Donnerstag, dass auch die in diesem Corona-Schuljahr erworbenen Abschlüsse «denen früherer und späterer Jahrgänge gleichwertig sind und gegenseitig anerkannt werden». In dem gemeinsamen Beschluss wird bekräftigt, dass die Abiturprüfungen stattfinden sollen. Ein Sprecher der Berliner Bildungsverwaltung sagte am Donnerstag, das Thema Abiturprüfungen werde derzeit unter anderem noch mit Brandenburg abgestimmt. Schon im vergangenen Jahr hatte es über die Frage, ob die Abitur- und andere Prüfungen in den Schulen angesichts der Corona-Krise wie geplant stattfinden sollten, in Berlin eine lange Diskussion gegeben.

Verlängerung des Schuljahres in die Sommerferien nicht geplant

Überlegungen zu einer Verlegung der Prüfungen in die Ferien kann die GEW nichts abgewinnen. «Eine Verlängerung des Schuljahres in die Sommerferien hinein lehnen wir ab», sagte Erdmann. Das ginge zu Lasten der Schülerinnen und Schüler und der Beschäftigten. «Die Arbeitsbelastung ist in den vergangenen Corona-Monaten schon über der Schmerzgrenze», kritisierte der Berliner GEW-Vorsitzende. «In den letzten neun Monaten haben die Lehrkräfte praktisch durchgearbeitet.» Die GEW verlangte, die Berliner Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) solle sich gemeinsam mit den Beschäftigtenvertretungen an einen Tisch zu setzen, um über einen Umgang mit der Corona-Krise ins Gespräch zu kommen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 21. Januar 2021 15:25 Uhr

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