Silvesternacht: Feuerwehr plant mit Ausnahmezustand

Silvesternacht: Feuerwehr plant mit Ausnahmezustand

Trotz des Verkaufsverbots von Feuerwerk bereitet sich die Berliner Feuerwehr für die kommende Silvesternacht in gleicher Weise wie in den Vorjahren auf einen Ausnahmezustand vor.

Silvesterfeier

© dpa

Berlin

Liste der Pyroverbotszonen für Silvester

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport hat stadtweit 54 Bereiche ausgewiesen, an denen zu Silvester der Aufenthalt und die Verwendung von Feuerwerk aus Infektionsschutzgründen untersagt ist. mehr

«Wir hoffen natürlich, dass es ruhiger wird als sonst, aber das können wir eben noch nicht absehen», sagte ein Sprecher am Montag (28. Dezember 2020). Daher werde wie jedes Jahr die Personalstärke auf den Wachen sowie den Organisationseinheiten erhöht, teilte die Feuerwehr mit.

Verdreifachte Personalstärke zum Jahreswechsel

Insgesamt sollen rund 850 Kräfte der Berufsfeuerwehr im Einsatz sein sowie mehr als 520 Ehrenamtliche von den Freiwilligen Feuerwehren. 427 Fahrzeuge seien besetzt, hieß es. Hinzu kämen rund 120 Einsatzkräfte der Bundeswehr sowie des Technischen Hilfswerks. «Somit wird die Personalstärke im Vergleich zum Regelbetrieb nahezu verdreifacht.»

Vorbereitungen zur Silvestershow am Brandenburger Tor laufen

Unterdessen laufen auch anderswo die Vorbereitungen für die Silvesternacht in Berlin - ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. So fällt die große Silvesterparty am Brandenburger Tor in diesem Jahr aus. Stattdessen plant das ZDF dort die Fernsehshow «Willkommen 2021» mit Andrea Kiewel und Johannes B. Kerner, jedoch ohne Publikum. Auftreten sollen dort unter anderen zwischen 21.45 Uhr und 00.30 Uhr die Band Karat und Schlagerstar Jürgen Drews. Bereits am Montag wurden die ersten Absperrungen dafür eingerichtet.

Verkaufsverbot von Silvesterfeuerwerk in ganz Berlin

Ansonsten gilt in der Hauptstadt wie überall sonst ein striktes Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern. Auch das Zünden von Böllern bleibt vielerorts verboten. Der Senat veröffentliche vergangene Woche eine Liste mit 56 Orten, an denen das der Fall sein wird. Darunter sind große Teile der Sonnenallee und der Karl-Marx-Straße, aber auch das Märkische Viertel, die Altstadt Spandau, der Simon-Dach-Kiez und der Wrangelkiez.
Berliner Zeitung (1)
© Bl. Z.

Richter will ein Recht auf Kiffen

Jugendrichter Andreas Müller plädiert seit Jahren für die Legalisierung von Cannabis und das Recht auf Kiffen. Jeder habe ein Recht darauf, ohne Strafandrohung Cannabis zu kaufen und einen Joint zu rauchen, sagt er im Interview. Das Bundesverfassungsgericht prüft sein Begehr. mehr

Ebenfalls vom Verbot betroffen sind der Mauerpark, der Görlitzer Park und der Treptower Park. Hinzu kommen große Plätze und Sehenswürdigkeiten wie der Potsdamer Platz, der Breitscheidplatz und das Brandenburger Tor. Auch der Aufenthalt an diesen Orten ist untersagt. Ob diese Plätze auch mit Gittern abgeriegelt werden, sei noch offen, teilte die Polizei auf Anfrage mit. Sollte es dazu kommen, würden entsprechende Absperrungen am Silvestertag eingerichtet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 28. Dezember 2020 13:16 Uhr

Weitere Meldungen