Berlin bereitet sich auf Impfstart am 27. Dezember vor

Berlin bereitet sich auf Impfstart am 27. Dezember vor

Angesichts des bundesweit geplanten Starts der Corona-Impfungen am 27. Dezember bereitet Berlin die Einladung der ersten Gruppen in die dafür vorgesehenen Impfzentren vor. Man sei in der Lage, Menschen ab einer bestimmten Altersgruppe - etwa über 80 - zu einer Impfung einzuladen, erklärte die Senatsgesundheitsverwaltung am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD)

© dpa

Senatorin Dilek Kalayci (SPD) spricht in einem zukünftigen Impfzentrum zu Journalisten.

«Die Daten werden über das Melderegister zur Verfügung gestellt», hieß es aus dem Haus von Senatorin Dilek Kalayci (SPD). «Angehörige prioritär zu impfender Bevölkerungsgruppen erhalten dafür ein Einladungsschreiben, das die Möglichkeiten zur Buchung eines Impftermins beschreibt.» Es werde sowohl die Möglichkeit geben, telefonisch als auch online einen Termin zu vereinbaren. Und: In dem Schreiben steht, in welches Impfzentrum die Person zur Impfung eingeladen wird.
Die Gesundheitsverwaltung wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass der Bund noch keine «finale Priorisierung» vorgenommen habe, welche Bevölkerungsgruppen in welcher Reihenfolge geimpft werden. Berlin bereite sich «auf Basis der bisher grob genannten Zielgruppen» vor. Die ersten Impfungen sollen demnach Bewohner von Pflegeheimen, Menschen im Alter von über 80 sowie Beschäftigte im Pflege- und im medizinischen Bereich erhalten - letztere aber wohl zunächst nicht alle.
In den sechs Berliner Impfzentren sollen nach früheren Angaben bis zu 20 000 Menschen täglich ihren Pikser erhalten. Die Zentren arbeiten voraussichtlich bis in das Frühjahr 2021 hinein, also so lange, wie noch nicht genügend Impfstoff für alle da ist. Wenn dies später der Fall ist, können sich die Menschen bei niedergelassenen Ärzten - etwa ihrem Hausarzt - impfen lassen. Die Bewohner in Pflegeheimen müssen nicht in die Impfzentren kommen. Sie werden von rund 30 mobilen Impfteams versorgt. Beschäftige in Krankenhäusern sollen direkt gleich dort geimpft werden.
Für den Dienst in den Impfzentren haben sich nach diversen Aufrufen nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) vom Mittwoch rund 1000 Mediziner gemeldet. Sie sollen in zwei Schichten von ca 09.00 bis 19.00 Uhr arbeiten, auch in den mobilen Impfteams.
Einem Aufruf der Apothekerkammer folgten nach Angaben vom Donnerstag 964 freiwillige pharmazeutische Fachleute, darunter 714 Apotheker. In den Impfzentren helfen zudem anderes medizinisches Personal, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und Soldaten der Bundeswehr.
Weiter offen ist, wie viele Impfdosen genau in den nächsten Tagen und Wochen nach Berlin kommen; die Beschaffung liegt in den Händen des Bundes. Zuletzt war Kalayci davon ausgegangen, dass für das erste Quartal 2021 mit maximal 720 000 Impfdosen zu rechnen sei.
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Da die Impfung - je nach Stoff - im Abstand von zwei oder drei Wochen einmalig wiederholt werden muss, würde das für 360 000 Berlinerinnen und Berliner reichen. Damit wäre Ende März zunächst nicht einmal ein Zehntel der Hauptstädter geimpft. Von der genauen Anzahl der verfügbaren Dosen hängen viele organisatorische Fragen ab.
Die Europäische Arzneimittelagentur EMA will an diesem Montag (21.12.) über die Zulassung des ersten Serums entscheiden. Entwickelt hat es der Mainzer Impfstoff-Hersteller Biontech mit dem US-Pharmakonzern Pfizer. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekräftigte vor diesem Hintergrund am Donnerstag, dass in Deutschland und den anderen Staaten der Europäischen Union die ersten Menschen ab 27. Dezember gegen Corona geimpft werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 17. Dezember 2020 15:27 Uhr

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