Mehr als jeder zweite Corona-Tod bei Pflegeheimbewohnern

Mehr als jeder zweite Corona-Tod bei Pflegeheimbewohnern

Der deutliche Anstieg der Corona-Todesfälle in Berlin seit Anfang Dezember geht größtenteils auf gestorbene Bewohner von Pflegeeinrichtungen zurück.

Pflegeheim

© dpa

Eine Pflegerin schiebt eine Bewohnerin eines Pflegeheims in einem Rollstuhl über den Flur.

492 Menschen, die in solchen Heimen lebten, sind seit dem Frühjahr nach Corona-Infektionen gestorben. Das teilte die Gesundheitsverwaltung am Mittwoch (16. Dezember 2020) auf Anfrage mit (Stand 15. Dezember). Anfang Dezember waren es noch 224 gewesen. Insgesamt sind bisher 899 Corona-Todesfälle in Berlin erfasst (Stand 1. Dezember: 594). Mehr als jeder zweite nachgewiesene Fall betrifft damit Bewohner von Pflegeeinrichtungen. Auch der «Tagesspiegel» hatte über die Zahlen berichtet.

Rund 600 Pflegekräfte positiv getestet

Auch die Zahl der Infektionen bei Pflegeheimbewohnern schnellte seit Anfang des Monats weiter in die Höhe: von damals 2050 auf nun 3425. Zudem wurden in dem Zeitraum rund 600 Pflegekräfte positiv getestet. Zuletzt war der Einsatz von Schnelltests in den Heimen deutlich ausgeweitet worden, einen Überblick über deren Einsatz gibt es allerdings nicht. Positive Ergebnisse müssen mit einer Laboruntersuchung abgesichert werden.
Berliner Zeitung (1)
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Richter will ein Recht auf Kiffen

Jugendrichter Andreas Müller plädiert seit Jahren für die Legalisierung von Cannabis und das Recht auf Kiffen. Jeder habe ein Recht darauf, ohne Strafandrohung Cannabis zu kaufen und einen Joint zu rauchen, sagt er im Interview. Das Bundesverfassungsgericht prüft sein Begehr. mehr

Psychisch erkrankten Bewohnern fehlt oft Einsicht für Maßnahmen

Beim bislang größten bekannt gewordenen Ausbruch in einem Gesundheits- und Pflegezentrum in Mitte wurden laut Gesundheitsverwaltung bisher 115 Bewohner und 50 Mitarbeiter positiv getestet. Die Behörden vermuten als Grund für die rasche Verbreitung des Virus das Verhalten psychisch erkrankter Bewohner, denen häufig die Einsicht für die Maßnahmen fehle.

Besucher müssen negatives Testergebnis vorweisen

Im Zuge des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelten für Pflegeheime in der Stadt ab Mittwoch neue Regeln. So müssen die Beschäftigten verpflichtend alle zwei Tage auf das Coronavirus getestet werden, wie Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) mitteilte. Besucher dürfen nur dann in die Einrichtungen kommen, wenn sie Maske tragen und ein negatives Testergebnis vorweisen. Dieses darf nicht älter als 24 Stunden alt sein, andernfalls sollen sich Besucher vor Ort testen lassen können. Besuchsregeln wurden verschärft.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 16. Dezember 2020 15:32 Uhr

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